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Eine Kunstinstallation am Ludwig-Marum-Gymnasium in Pfinztal, die für Integration, Toleranz und eine offene Gesellschaft werben wollte, wurde inzwischen zum zweiten Mal verwüstet. Hierzu der offene Brief von Nico Lange und Kai Vorberg, den Initiatoren der Installation:

 

Aus gegebenem Anlass

 
Am vergangenen Freitag, dem 07. Oktober 2016, wurde eine Installation des Inside Out Projektes „Karlsruhe: Refugees Welcome“ auf dem Idiotenhügel angebracht. Es handelt sich dabei um eine Kooperation des Ludwig-Marum-Gymnasiums und zweier weiteren Gymnasien in Karlsruhe mit mehreren Flüchtlingsunterkünften im Landkreis sowie der internationalen Trägerorganisation Inside Out.
 
Ziel des Projektes war und ist es, für Integration, Toleranz und eine offene Gesellschaft zu werben. Zu diesem Zweck wurden Porträtfotografien von Schülern und von Geflüchteten bunt gemischt an den Schulen gezeigt.
 
Mit Bedauern mussten wir nun feststellen, dass die Installation am Ludwig-Marum-Gymnasium nur wenige Stunden unbeschadet überstanden hat. Nicht einmal 48 Stunden nach Beendigung der Arbeiten am Freitag Abend wurde die Installation am Mittag des Sonntag, dem 09. Oktober, grob beschädigt aufgefunden. Die mutwillige Absicht des Vandalismus war leider nur zu deutlich zu erkennen. Als Reaktion darauf ist die Polizei eingeschaltet und sowie Anzeige erstattet worden.
 
Wir werten diese Form von Vandalismus, diese mutwillige Zerstörung als Zeichen dafür, mit dem Projekt einen wunden Punkt getroffen zu haben. Und dabei sei die genaue Motivation der Verursacher dahingestellt. Die Personen, gegen deren Unverständnis, deren mangelnde Empathie und deren Intoleranz sich das Projekt im Kern wendet, entlarven sich durch Verhalten wie dieses selbst. Wer einem Zeichen der Toleranz mit Intoleranz begegnet offenbart, wie gering dessen eigener Horizont in Wahrheit ist. Es zeigt, dass es gerade jetzt wichtig ist, in der Gesellschaft Zeichen für einen offenen und respektvollen Umgang miteinander zu setzen.
 
Es zeigt, wie wichtig Toleranz, Integrationsbereitschaft und vor allem Bildung sind. Vor diesem Hintergrund wähnen wir uns in glücklichen Gewissheit, den absolut richtigen Zeitpunkt für unser Projekt gewählt zu haben.Wir bedanken uns bei allen Helfern und Unterstützern und rufen alle Freunde des Projekts dazu auf, weiterhin, auch im Sinne des Projekts, für ihre Vorstellungen von einer offenen, lebendigen und toleranten Gesellschaft einzutreten.
 

Nico Lange und Kai Vorberg

Vandalismus gegen Installation „Karlsruhe: Refugees Welcome“

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